Die Geschichte der Bichon´s ( Bichon a poil Frisé)
Über die ursprüngliche Herkunft der Bichon´s wird viel spekuliert, sie ist aber letztlich noch nicht geklärt und wird wahrscheinlich auch nie vollständig geklärt werden können. Folgende Details sind jedoch bekannt:
Die Bichon frisé gehören zu der Barbichon-Gruppe (später abgekürzt als Bichon). Zu dieser Gruppe gehören die „Bichon Maltaise“, „Bichon Bolognese“, „Bichon Havenese“ und der „Bichon Teneriffe“. Dieser Bichon Teneriffe wurde dann später der Bichon frisé und stammt ursprünglich aus dem mediterranen Raum.
Kleine weisse Hunde existierten bereits 6000 Jahre vor Christus.
Malteser-Statuen wurden in der Grabbeigabe von Ramses II (1301-1235 v. Chr.) gefunden. Cleopatra, die Herrscherin des Nils hatte einige Bichon am Palast.
Terra-Cotta Figuren wurden auf eine Zeit von 600 bis 300 v. Chr. datiert, sie stellen malteserähnliche Hunde dar.
In Griechenland galten kleine weisse Hunde als Handelsware der Seefahrer und wurden zeitweise in Gold aufgewogen.
Aufgrund der Haarstruktur wird auch vermutet, dass eine Verwandtschaft zu „Lhasa Apso“ und „Shih Tzu“ besteht. Vielleicht kamen sie durch die Byzantiner nach Tibet und China.

Spanische Seeleute brachten diese Rasse als Handelsware zu den kanarischen Inseln und als er später wieder nach Europa zurückkam, wurde er der Schosshund der spanischen und italienischen adligen Gesellschaft. Während der Renaissance wurde er als Bichon Teneriffe bekannt.
Im 1500 Jahrhundert brachten französische Soldaten diese kleinen weissen Hunde als Kriegsbeute (Belohnung) mit sich zurück, weil sie so bekannt waren.
Unter Francis I (1515-1547) wurden die Bichons am französischen Königshof eingeführt. Unter Henry III (1574-1589) waren die Bichon auf der Höhe ihrer königlichen Karriere. Henry trug seinen Lieblingsbichon in einer Tasche mit sich, die er sich um den Hals band. In dieser Zeit wurden sie gehätschelt, parfümiert, gepudert und mit Orden und Auszeichnungen geschmückt.
Die Bichons wurden aufgrund ihrer Popularität von zahlreichen bekannten Malern auf Leinwand verewigt, darunter Francisco Goya (The Dutchess of Alba), Jean Honore Frangonard (Der Liebesbrief) und weitere spanische und europäische Maler.

Mit Beginn der Französischen Revolution war auch die Karriere des Bichon vorläufig beendet. Als Mitglied der aristokratischen Gesellschaft verfiel er in Ungnade. Langsam wurde er zu einem Hund, den sich auch die Allgemeinheit leisten konnte. Aufgrund seiner hohen Intelligenz und Lernfähigkeit wurde er von Schaustellern zum Vorführen allerlei Kunststückchen dressiert. Aber auch von Strassenmusikanten, Leierkastenspielern setzten ihn zum Geld betteln und abholen ein.
In Frankreich begannen 4 Züchter mit kontrollierten Zuchtprogrammen und am 5. März 1933 wurde der Rassestandard in Zusammenarbeit mit französischen und belgischen Züchtern festgeschrieben.
Mme. Carmen Desfarges, Zwinger de la Buthiere, war massgeblich am Aufbau der Rasse beteiligt.
Als Ursprungsland der Rasse wird in den FCI-Regeln vom 18.03.1997 Frankreich und Belgien angegeben